Sita Sings the Blues

Die Regisseurin verknüpft die Geschichte der indischen Göttin Sita,  mit der Geschichte einer Frau, die gerade per E-Mail von ihrem Mann verlassen worden ist.

Die Hindu-Göttin Sita ist eine Hauptfigur im indischen „Ramayana“-Epos. Als pflichtbewusste Ehefrau folgt sie ihrem Mann Rama in eine 14-jährige Verbannung in den Wald, wird jedoch vom König Ravana aus Sri Lanka entführt. Sie wird vielen Prüfungen unterworfen, bleibt ihrem Mann aber treu.

Die Caroonisten und Filmemacherin Nina Paley findet Parallelen zwischen sich und Sita, als ihr Mann, der gerade in Indien arbeitet, ihr per E-Mail mitteilt, dass er die Ehe beenden möchte. Drei witzige indonesische Schattenpuppen - deren indischer Akzent die Popularität des „Ramayana“ von Indien bis nach Fernost betont - erzählen in dieser wunderschön animierten Interpretation des Epos sowohl die antike Tragödie als auch die moderne Komödie.

Sita sings the Blues ist eine irrwitzig bunte Geschichte, die das Kinopublikum mit immer neuen Animationsstilen verwirrt und verwöhnt. Die Lieder, die Sita singt, wurden von Annette Hanshaw aufgenommen -- einer amerikanischen Sängerin der 1920er und 30er Jahre --, wodurch Paley auf angenehmste Art vermeidet in eine exotisierende Hindu-Folklore zu verfallen.

Weitere Informationen

  • Regisseur: Nina Paley
  • Author: Nina Paley
  • Produzent: Nina Paley
  • Musik: Todd Michaelson